Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen stellen eine zunehmende Belastung für die Gesundheit dar. Bereits ab Temperaturen über 30 Grad steigt das Risiko für Hitzeerschöpfung, Hitzschlag oder Kreislaufprobleme deutlich an. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Der Salzburger Zivilschutzverband und das Rote Kreuz Salzburg appellieren an die Bevölkerung, sich rechtzeitig auf heiße Tage vorzubereiten und einfache Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.
„Hitze ist eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Gleichzeitig ist es wichtig, auf Mitmenschen zu achten und gefährdete Personen zu unterstützen“, so Salzburger Zivilschutzverband und Rotes Kreuz.
Tipps für heiße Tage
- Ausreichend trinken: Trinken Sie regelmäßig (Wasser, Tees, Säfte, etc.) auch dann, wenn noch kein Durstgefühl besteht. Alkohol und koffeinhaltige Getränke am besten vermeiden.
- Wohnräume kühl halten: Lüften Sie in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden und halten Sie tagsüber Fenster, Rollläden oder Vorhänge geschlossen.
- Auf andere achten: Kontrollieren Sie regelmäßig, ob es älteren Nachbarn, Freunden oder Angehörigen gut geht. Oft hilft bereits ein kurzer Anruf oder Unterstützung beim Einkauf.
- Hitze meiden: Verlegen Sie körperliche Aktivitäten oder Einkäufe auf die Morgen- oder Abendstunden. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, besonders zu Mittag.
- Für Abkühlung sorgen: Kühle Duschen, feuchte Umschläge oder das Kühlen von Stirn, Nacken und Unterarmen helfen, die Körpertemperatur zu senken.
- Den Körper schützen: Tragen Sie helle, luftige und atmungsaktive Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Verwenden Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und suchen Sie möglichst schattige Plätze auf.
- Leichte Mahlzeiten: An heißen Tagen sind leicht verdauliche Speisen mit viel Obst und Gemüse empfehlenswert. Auf schwere und stark salzhaltige Speisen eher verzichten.
- Niemals Kinder oder Tiere im Auto zurücklassen: Bereits nach wenigen Minuten können sich Fahrzeuge auf lebensgefährliche Temperaturen von weit über 50 Grad aufheizen. Wer eingeschlossene Kinder oder Tiere bemerkt, sollte umgehend handeln und erforderlichenfalls die Polizei verständigen.
- Warnzeichen ernst nehmen und richtig helfen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, hochroter Kopf, Schüttelfrost, starker Durst oder eine deutlich verminderte Harnmenge können Anzeichen einer Hitzeerkrankung sein. Bringen Sie betroffene Personen sofort an einen kühlen Ort (z.B. Schatten), lockern Sie die Kleidung, sorgen Sie für frische Luft und kühlen Sie den Körper. Bei Bewusstsein sollten kleine Mengen Wasser getrunken und der Oberkörper leicht erhöht gelagert werden. Verschlechtert sich der Zustand oder bessern sich die Beschwerden nicht rasch, ist unverzüglich der Notruf 144 zu wählen.
Kühle Orte bieten Erholung
Wer der Hitze kurzfristig entkommen möchte, findet in ganz Österreich öffentlich zugängliche und kostenlose „Kühle Orte“. Im Rahmen der Initiative Team Österreich Sommerfrische sind auf einer interaktiven Karte klimatisierte oder angenehm kühle Gebäude wie Bibliotheken, Museen, öffentliche Einrichtungen oder Einkaufszentren verzeichnet. Die Karte ist unter https://sommerfrische.team-oesterreich.at/ abrufbar und wird laufend erweitert.
Auch an die erhöhte Waldbrandgefahr denken
Langanhaltende Hitze erhöht gleichzeitig die Waldbrandgefahr erheblich. Der Salzburger Zivilschutzverband empfiehlt daher, behördliche Anordnungen zu beachten, in Waldgebieten keinesfalls zu rauchen oder offenes Feuer zu entzünden sowie Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder Wiesen abzustellen. Bereits kleine Unachtsamkeiten können schwerwiegende Brände auslösen.
