Rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Veranstaltung des Salzburger Zivilschutzverbandes.
Salzburg/Puch – Auf reges Interesse stieß der vom Salzburger Zivilschutzverband am Montagabend veranstaltete Diskussionsabend zum Thema „Stromausfall Berlin 2026“ an der FH Salzburg. Rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Einsatzorganisationen und Behörden sowie Bürgermeister und Vertreter der Salzburg AG folgten der Einladung.
Als Referent berichtete Constantin Ahrens von der Berliner Feuerwehr, Referatsleiter für Einsatzplanung – Brand-, Bevölkerungsschutz und Technische Gefahrenabwehr, über die Erfahrungen aus dem mehrtägigen Stromausfall im Südwesten Berlins. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen für die Einsatzkräfte, die Bewältigung der Lage sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Vorbereitung auf künftige Stromausfälle und Blackout-Szenarien.
„Der Stromausfall hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine flexible Einsatzplanung ist. Bei der komplexen Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden und Organisation hat sich erneut gezeigt, wie wichtig es ist in Krisen Köpfe zu kennen“, so Constantin Ahrens von der Berliner Feuerwehr.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zu einer intensiven Diskussion mit dem Referenten. Dabei standen vor allem praktische Erfahrungen aus der Einsatzbewältigung und die Frage im Mittelpunkt, welche Erkenntnisse daraus für die Krisenvorsorge in Salzburg gezogen werden können.
„Die große Teilnahme und die rege Diskussion zeigen die Wichtigkeit dieses Themas. Es freut mich besonders, dass der Salzburger Zivilschutzverband mit dieser Veranstaltung den Erfahrungsaustausch zwischen Einsatzorganisationen, Behörden, Gemeinden und Infrastrukturbetreibern unterstützen kann. Gerade die Erfahrungen aus realen Ereignissen sind für die Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen besonders wertvoll“, betont der Präsident des Salzburger Zivilschutzverbandes LAbg. Bgm. Hannes Schernthaner.
Der Salzburger Zivilschutzverband sieht es als eine seiner wesentlichen Aufgaben, aktuelle Themen des Bevölkerungsschutzes aufzugreifen, Erfahrungen aus konkreten Einsatzlagen zugänglich zu machen und die Bevölkerung für die persönliche Krisenvorsorge zu sensibilisieren. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf einen länger dauernden Stromausfall. Empfohlen werden insbesondere Lebensmittel- und Wasservorräte für 10 bis 14 Tage, ein Batterie- oder Kurbelradio, stromunabhängige Beleuchtung sowie eine Möglichkeit, auch ohne Strom zu kochen. Ebenso wichtig ist ein persönlicher Notfallplan: Familienmitglieder sollten wissen, wie sie sich im Ernstfall verhalten und wo sie sich treffen, wenn Telefon und Internet nicht mehr funktionieren.
